Gebr. Witthöft GmbH Mazda - Gebr. Witthöft GmbH in Bad Oldesloe. Kawasaki - Gebr. Witthöft GmbH in Bad Oldesloe. Suzuki - Gebr. Witthöft GmbH in Bad Oldesloe. Rolf Witthöft - Auzug aus meiner aktiven Karriere als Motorsportler.

Witthöft - 75 Jahre große Sprünge

Bad Oldesloe - Es ist ein Unternehmen mit Tradition und großem Namen: Witthöft steht nicht nur für Qualität und Treue zum Standort, sondern auch für sportliche Erfolge. Rolf Witthöft war mehrmaliger Welt-, Europa- und Deutscher Meister im Motorsport.

Die Zeiten ändern sich. Man kann spekulieren, ob sie früher besser oder schlechter waren. Doch das hilft nicht wirklich weiter. Man muss schließlich im Hier und Jetzt leben und zurecht kommen. Dennoch gibt es Momente, in denen man gerne innehält und zurückschaut. Bei Anlässen wie beispielsweise dem heutigen 80-jährigen Bestehen des Auto- und Motorradhauses Gebr. Witthöft GmbH in Bad Oldesloe.

Der Name Witthöft ist den Einheimischen, noch mehr aber den Motorsportbegeisterten besonders ein Begriff und wird verbunden mit Rolf Witthöft, dem heute 62-jährigen Geschäftsführer und Inhaber der Mazda- und Kawasaki-Vertretung in der Kreisstadt. In den 1960er und 1970er Jahren dominierte er quasi die internationale Motorrad-Geländefahrerszene, wurde zweimal Weltmeister, zehnmal Europameister und sicherte sich insgesamt 18 Deutsche Meistertitel. Sein Name wird daher unter den Bikern in einem Atemzug mit dem anderen deutschen Motorrad-Idol, dem mehrmaligen Straßenweltmeister Toni Mang, genannt. Die zwei sind auch befreundet, so ließ es sich Mang nicht nehmen, im Jahr 1982 zu einer Motorrad-Sonderschau nach Bad Oldesloe zu kommen und hier für einen wahren Volksauflauf zu sorgen.

In der Geschichte des Familienunternehmens muss man allerdings weiter zurück gehen. Der in Rickling im Kreis Segeberg geborene Heinrich Witthöft übernahm ebendort im Jahr 1932 die väterliche Motorradwerkstatt. Fünf Jahre später, 1937, kaufte er in Bad Oldesloe das Grundstück an der Hamburger Straße 6 (gegenüber der heutigen Volksbank) mit der dazugehörigen Kfz-Werkstatt von Friedrich Lass und der Shell-Tankstelle Scheibenhütte. Das war damals der "Goldesel" des jungen Unternehmens. Denn das Tankstellennetz war noch arg dünn, und wenn am Samstagabend die Ostseeausflügler heim Richtung Hamburg fuhren (die Autobahn gab es damals noch nicht), bildeten sich lange Schlangen von Kraftfahrzeugen, die bei Witthöft an der handgetriebenen Flügelpumpe auftanken mussten.

Während des Krieges war der Betrieb geschlossen, da Heinrich Witthöft seinen Militärdienst in einer Werkstattkompanie ableisten musste. Doch bald nach 1945 eröffnete Witthöft neu, verkaufte und reparierte zuerst Motorräder, ab 1954 war er Lloyd-Vertragshändler. Nach dem Konkurs der Bremer Borgward-Gruppe übernahm er die Vertretung der Autounion. Doch auch nur solange, bis diese mit den Volkswagenwerken verschmolz. Danach schloss Heinrich Witthöft einen Vertrag mit dem französischen Autobauer Peugeot ab und übernahm einige Zeit später auch eine Repräsentanz der italienischen Marke Alfa Romeo.

In jener Zeit boomte das Autogeschäft und bald platzten die Räumlichkeiten an der Hamburger Straße aus allen Nähten, so dass sich Witthöft nach einem neuen Domizil umschaute und es in der Industriestraße am jetzigen Standpunkt schräg gegenüber Minimax fand. Am 15. Dezember 1973 bezog man das 5000 Quadratmeter große Gelände, das damals 200 Quadratmeter Ladenfläche, 200 qm Ersatzteillager, 300 qm Auto- und 150 qm Motorradwerkstatt umfasste sowie eine Wasch- und Pflegehalle. Ein Zeitungsbericht aus jener Zeit weiß noch folgendes zu berichten: "Im Obergeschoss liegen außerdem schmucke Wohnräume mit weitem Ausblick auf die umliegende Landschaft." Was sich mittlerweile allerdings erledigt hat.

Dennoch ist Rolf Witthöft, der das väterliche Geschäft gemeinsam mit seinem vier Jahre älteren Bruder Peter (der sich vor sechs Monaten in den Ruhestand verabschiedete) weiterführte, nicht unzufrieden mit dem Standort, mit seinem Betrieb, mit der Situation. Gut, der Wettbewerb in der Automobilbranche ist so hart wie nie. Und auch der Motorradhandel ist eingebrochen. "Meine Kundschaft ist im Schnitt schon jenseits der 40 Jahre. Ein Motorrad braucht man heutzutage nicht. Das ist lediglich ein Traum, den man sich auf seine älteren Tage noch einmal erfüllt", trauert er jenen Zeiten hinterher, als sich die jungen Leute gleich nach Bestehen der Führerscheinprüfung einen neuen "Hobel" zulegten. Die Preise sowohl für die Fahrschule als auch für neue Motorräder sind seit den Blütezeiten in den 50er, 60er und 70er Jahren derart in die Höhe geschossen, dass sie gerade für jüngere Menschen kaum erschwinglich sind. Was schlecht für den Händler ist, hat aber auch seine Vorteile: "Die Unfallzahlen sind enorm gesunken, und damit auch die Versicherungsbeiträge".

Nichtsdestoweniger gilt Bad Oldesloe nach wie vor als "Wallfahrtsort" für Motorradfahrer. Hier gibt es gleich mehrere Händler, die verschiedene Marken vertreiben, sich also nicht unbedingt ins Gehege kämen. Überhaupt: "Auch im Autohandel haben wir hier in Oldesloe eine ganz entspannte Situation", findet Witthöft. "Alle Händler reden heute miteinander und nicht übereinander, keiner will den anderen ausstechen." Das zeige vor allem die Kooperation bei der jüngsten Autoroute im Gewerbegebiet Ost, als erneut mehrere tausend Menschen nach Oldesloe pilgerten, um sich umfassend über neue Autos zu informieren.

Das Auto- und Motorradhaus Witthöft geht zuversichtlich in die nächsten 20 Jahre, um auch im Mai 2032 ein zufriedenes Fazit über dann ein ganzes Jahrhundert Bestehen ziehen zu können.

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